Versuchen die Menschen häufig besonders lustig zu sein, wenn sie mit dir reden?
Nicht, dass ich wüsste. Was sehr häufig kommt, ist die Forderung, zu diesem oder jenem Thema doch mal einen Text zu schreiben. Und die Frage, ob man "davon" leben kann. Und überhaupt: Was heißt eigentlich "Sebastian 23" - warum "23"?
Aber vielleicht ist das auch der kollektive Versuch der Menschen, einen Running Gag zu machen. Also doch.
Trittst du lieber vor 20 oder vor 200 Leuten auf?
Das kommt auf die 20 Leute an. Und auf die 200. Kleine Shows können sehr viel Spaß machen und machen einem das Leben oft leicht: Man muss nicht so irre viel Gage nach Hause schleppen danach.
Stellst du dir den Wecker, und arbeitest dann täglich an deinem Programm?
Nein und ja. Sofern ich nicht morgens Termine habe, stelle ich mir den Wecker nicht, dies kompensiere ich aber dadurch, dass ich nicht nur jeden Tag schreibe, sondern vor allem auch jede Nacht.
Gibt es Witze, die du lieber für dich behältst?
Ja, ich verrate aber nicht, welche. Hahaha.
Warst du der Klassenclown?
Merkt man das? Ich gebe mir solche Mühe, das zu verheimlichen, besonders in diesem Interview. Wo hier doch keine einzige Standard-Frage gestellt wird, hab ich vorgenommen, nett zu sein.
Wie hast du dich bei deinem ersten Slam gefühlt?
Das war aber dann doch knapp an einer Standard-Frage vorbei. Bei meinem ersten Slam hab ich mich erst ziemlich aufgeregt gefühlt, denn ich hatte keinen Text vorbereitet und wollte nur mal sehen, was passiert und was mir dann auf der Bühne so einfällt. Aber als dann eintrat, womit ich gerechnet hatte (ich habe ziemlichen Unfug erzählt und haushoch verloren), war ich beruhigt und hab es genossen.
Ich hab mich dann dazu entschlossen, dabei zu bleiben und heute läuft es ja schon ein wenig besser.

Wir wollen auch seine neue CD "Ein Lied und Elf Lieder" (VÖ 24.04.2009) nicht unerwähnt lassen. Und natürlich die Show im Freibeuter am 05.04.09.