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UNESCO erklärt Bermuda3Eck zum Weltkulturerbe

UNESCO erklärt Bermuda3Eck zum Weltkulturerbe

Schloss Versailles, der Kölner Dom, die Ruinen von Olympia, Basilika San Francesco von Assisi und nun das Bermuda3Eck, der Stadt Bochum kam von der UNESCO große Ehre zuteil. Beim letzten Welterbegipfel in Krakau wurde unserer Gastromeile zum Weltkulturerbe ernannt. Das 3Eck setzte sich dabei gegen knapp 100 Mitbewerber durch.

Diese Nachricht schlug kurz vor Ostern ein wie eine Bombe. Das Bermuda3Eck darf sich Weltkulturerbe nennen. Die UNESCO ernannte damit das 43. Welterbe in Deutschland und nach der Zeche Zollverein (im Jahr 2001 ernannt) das zweite im Ruhrgebiet. In der dazu veröffentlichten Pressemitteilung teilte die UNESCO mit, dass vor allem das vielfältige Angebot und die Gastfreundschaft ausschlaggebende Faktoren für die Ernennung gewesen seien. „Vor allem während der WM 2006 hat sich das Bermuda3Eck als weltoffen und freundlich gegenüber den vielen tausenden Gästen aus dem Ausland gezeigt“, so LeeByong-hyun, der Vorsitzende des Unesco Exekutvirates.

Weitere Faktoren seien die Nähe zum Bahnhof, die vielfältigen Sitzgelegenheiten unter der warmen Sonne im Sommer, das reichhaltige Angebot an verschiedenen Getränken alkoholischer und nicht alkoholischer Art und die umfangreichen Speisekarten der verschiedenen Bars mit nationalen und internationalen Spezialitäten. Auch die renovierte Rotunde hinterließ einen großen Eindruck bei der UNESCO, genau wie die örtliche Nähe von völlig unterschiedlichen Geschäften wie dem Balance Fahrradladen, der Janssen Buchhandlung, Foto Hamer oder dem Little Nemo Comicladen. Er könne schon sehr gut nachvollziehen, dass jeden Tag tausende Menschen durch die gemütliche Gastromeile pilgern und hier ihre Stunden verbringen, sagte der Vorsitzende aus Südkorea.

Aber den endgültigen Ausschlag gab das soziale Engagement der Pinte. Seit 1978 setzt sich die kleine Kneipe mitten im 3Eck für „Betreutes Trinken“ ein und das hätte ein Großteil der stimmberechtigten Mitglieder des Komitees für besonders unterstützenswert gehalten, heißt es in der Pressemitteilung. „Wer seine Gäste nicht nur als zahlungswilligen Konsumenten sieht, sondern als wertvollen Menschen, der hat verstanden, wie es in der Welt ablaufen sollte“, ließ Byong-hyun mitteilen. Alles in allem war es eine klare Entscheidung zugunsten des Bermuda3Eck, das in den nächsten Jahr nun wohl Millionen von Gästen aus aller Welt begrüßen darf, die sich das neue Weltkulturerbe ansehen und vor allem erleben wollen.

Eine Delegation der UNESCO, angeführt vom Vorsitzenden Lee Byong-hyun, wird Bochum zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer besuchen und das Bermuda3Eck offiziell als Weltkulturerbe ausrufen. Der lokale Politiker Wolfgang Wendland (Sänger von „Die Kassierer“) reichte den Vorschlag ein. Er wird zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Leo Bauer von der ISG Bermuda die Ernennungsurkunde entgegen nehmen. Anschließend werden sich die Diplomaten und Politiker vor Ort davon überzeugen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Er wolle unbedingt eine original Currywurst vom Bratwursthaus essen, sagte Byong-hyun direkt nach der Entscheidung aus dem letzten Jahr. Geplant sind außerdem noch ein Besuch des Mandragoras, wo das 3Eck seinen Ursprung fand. Dazu wolle man noch in den Cotton Club, eine Runde Karaoke singen im Kult, gemeinsam ein WM-Spiel in der Three Sixty Sportsbar schauen und natürlich in den Freibeuter. Anschließend wolle man dann noch in die Trompete einkehren – Ende offen.

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